Ein neues Corporate Design oder neue Produktstrukturen sind oft die Auslöser für eine Überarbeitung von Websites. Nutzen Sie die Chance, das gesamte Konzept zu überdenken.
1. Wo liegt das Problem?
Einer unserer Kunden wollte die Website umbauen, weil zu wenig Nutzer auf die Site kamen. Aber ein Redesign allein bringt keinen Traffic. Wir rieten dazu, das vorhandene Budget stattdessen in Suchmaschinenmarketing zu investieren. Ein anderes Unternehmen wollte nach einer CI/CD-Überarbeitung die visuelle Erscheinung der Website anpassen. Schnell wurde aber klar, dass die Kunden das für sie passende Produkt nicht fanden, weil die Website sich nicht nach ihren Anforderungen richtete. orange8 integrierte eine bedürfnisorientierte Struktur samt Navigation über Bilder und einen Produktfinder.
Fragen Sie Ihre Kunden und Kollegen, wie sie sich auf Ihrer Website zurecht finden und was besser sein könnte. Auch die zentralen Fragen im Verkaufsgespräch können gute Indikatoren dafür sein, wie Produkte online leichter auffindbar gemacht werden können.
2. Formulieren Sie klare Ziele.
Wollen Sie mehr Umsatz erreichen, Ihre Kosten senken, Leads generieren oder die Kunden besser bedienen? Das Skigebiet Flumserberg führt Tagestouristen mit einer neuen Anordnung der Inhalte jetzt schneller zur gewünschten Information – und die Besuchszeit sank um etwa die Hälfte. Die Ziele können auch heissen: Der Interessent hat sich mit dem Produkt auseinandergesetzt – zum Beispiel die Produktdetails angeschaut – und meldet sich für den Newsletter an. Ihre Zielsetzungen leiten sich aus den Kundenbedürfnissen, einer guten Ist-Analyse und den eigenen Marketingzielen ab.
3.Stellen Sie die vier wichtigsten Prozessschritte ins Zentrum der Umsetzung.
Aufmerksamkeit
Jede Website braucht einen prägnanten, emotionalen Empfang und eine gute Übersicht, damit der Kunde weiss: «Hier bin ich richtig». Die Produkte stellen Sie am besten in einer bedürfnisorientierten Übersicht vor – und zeigen Sie diejenigen prominent, für die momentan in anderen Medien geworben wird.
Führung
Nicht die unternehmensinternen Strukturen sind für die Navigation relevant, sondern die Bedürfnisse des Kunden. Wenn Sie Uhren im Netz vorstellen wollen, zeigen Sie Fotos der beliebtesten Modelle – denn wer weiss schon, ob die schöne Uhr der Arbeitskollegin Merkur oder Jupiter hiess? Bei komplexen Produkten oder umfangreichen Portfolios helfen Onlineberatungstools weiter.
Information
Bieten Sie auf der Website alle kaufrelevanten Informationen. Wenn ein Interessent zum Beispiel auf der Website keine Preise findet, wird er sich bei der Konkurrenz umschauen. Wichtig sind natürlich auch aussagekräftige Produktfotos, die richtigen Detailinformationen und passende Ergänzungsprodukte sowie die Angabe der Lieferbedingungen.
Action
Leiten Sie den User bis zum Abschluss des Prozesses und machen Sie es ihm so leicht wie möglich. Wenn die Produkte nicht online gekauft werden können, dann führen Sie den Kunden mit den gewonnenen Informationen zum nächstgelegenen Händler weiter.
Zuletzt: Oft beschäftigt man sich in der Konzeptionsphase vor allem mit der Homepage und den Übersichtsseiten, während die Detailseiten vernachlässigt werden. Da diese aber im Informationsprozess eine entscheidende Rolle spielen (hier entscheidet der Kunde, ob er kauft!), muss der Blick zuerst darauf gerichtet werden – sei es bei der visuellen Gestaltung, dem Text oder der Suchmaschinenoptimierung.
*orange8 heisst seit dem 5. Oktober 2010 Goldbach Interactive und ist Teil der Goldbach Group
Autor:
Mike Schwede