Paranormal Activity, ein Low-Budget-Horrorfilm, spielt derzeit in den USA Millionen ein. Der Filmverleih hatte das Video mit einer Internetumfrage beworben und eine Million Kinofans mobilisiert.
Der Erfolg des durchschnittlichen Films war zu Beginn mässig, doch Paramount Pictures sah das Potenzial und dachte sich mit der
Eventplattform Eventful eine clevere Vermarktungsstrategie aus: Verknappung. Der Streifen wurde Ende September nur in dreizehn amerikanischen College-Kinos gezeigt – gleichzeitig lief eine zehn Millionen Dollar teure Marketingkampagne an. Wichtigstes Werbemedium war das Internet.
Die wenigen Premierenkinos waren ausverkauft und Blogger tippten sich die Finger wund. Bei YouTube konnten Interessierte selbst einen Blick in den Filmtrailer werfen, der vor allem die Reaktionen des geschockten Filmpublikums zeigt – mehr als acht Millionen nutzten die Gelegenheit. Filmprofile bei Twitter und Facebook heizten die Neugier zusätzlich an: Paranormal Activity würde nur ins Kino kommen, wenn sich landesweit eine Million Nutzer für das Schauermärchen stark machen würde. Zwei Wochen später war das Ziel bereits erreicht.
Der Trailer